Schimmelpilzgutachter.com, von einer überladenen WordPress-Installation zu einer schlanken statischen Website
Schimmelpilzgutachter.com erstellt Schimmelpilzgutachten im Saarland, betrieben von der Schalsteine24.de UG. Am 10. August 2026 wurde die bisherige WordPress-Seite durch eine handgeschriebene, statische Website ersetzt, ohne CMS, ohne Datenbank, ohne Build-Schritt. Aus 249,7 MB und 13.683 Dateien wurden 10,6 MB und 111 ausgelieferte Dateien.


Ausgangslage
Eine WordPress-Installation, die weit mehr Ballast trug als Inhalt
Schimmelpilzgutachter.com bietet schriftliche Schimmelpilzgutachten im Saarland an, seit 2011 am Markt. Die Seite lief auf WordPress 6.9.6 mit dem Theme Divi und einem Kindtheme, dazu zwei ungenutzten Alt-Themes, die einfach liegen geblieben waren. Von acht installierten Plugins waren fünf aktiv, darunter Contact Form 7 mit einem eigenen Honeypot-Plugin.
Die Zahlen dahinter waren deutlich größer als der sichtbare Inhalt vermuten ließ. 13.683 Dateien mit zusammen 249,7 MB, davon allein 60,9 MB in 1.782 Dateien für das Divi-Theme, dazu 6.486 PHP-Dateien. 25 veröffentlichten Seiten standen 1.237 Seiten-Entwürfe und 1.440 Revisionen in der Datenbank gegenüber, dazu 45 Menüeinträge für diese 25 Seiten. Die WordPress-Installation lag technisch unter /cm, ausgeliefert wurde die Seite aber über die Wurzel.
Ein Detail betraf die Formulierung direkt im Seitentitel: Dort stand der Zusatz "zertifiziert", ohne dass eine Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024 vorlag. Der Betreiber war dazu klar: Wer auf ein Zertifikat Wert legt, soll das auch belegen können, sonst gehört der Begriff nicht auf die Seite. Der Zusatz wurde beim Relaunch entfernt.
Vorgehen
Von WordPress zu handgeschriebenem HTML, CSS und JavaScript
Entstanden ist eine statische Website ohne CMS, ohne Datenbank und ohne Build-Schritt, kein Node, kein Framework. Übrig blieben 13 Seiten laut Sitemap und 111 ausgelieferte Dateien mit zusammen 10,6 MB. Die Startseite überträgt 8,7 KB HTML (35,9 KB unkomprimiert), CSS und JavaScript liegen bei je rund 20 bis 60 KB über sechs Dateien. Es lädt kein einziger Fremd-Host mit, keine Schriften, Skripte oder Analytics von Dritten.
Die alte WordPress-Installation wurde nicht gelöscht, sondern nach cmneu_wordpress-2026-08-10 verschoben und per .htaccess gesperrt, von außen liefert sie 404. Die Umschaltung lief über ein PowerShell-Skript mit automatischem Rückfall: Es verschiebt die alten Einträge, lädt die neuen hoch, prüft anschließend alle Seiten auf HTTP 200, die eingerichteten 301/410/404-Weiterleitungen und die CSP-Kopfzeile, und rollt bei einem Fehler selbsttätig zurück.
Eine Einzelheit hätte den Umstieg beinahe kosten können: Die alte .htaccess von WordPress muss zuerst verschoben werden, weil sie jede URL auf index.php umgeleitet hätte. Dateien mit führendem Punkt tauchen bei einer normalen FTP-Auflistung nicht auf, das fällt bei einer schnellen Kontrolle leicht durch.
Ein Fehler, der auffiel
Wenn eine Spam-Abwehr im Zweifel Erfolg meldet
Nach dem Umstieg hat das Kontaktformular Anfragen stillschweigend verworfen. Ursache war eine Bot-Erkennung, die einen im Browser gesetzten Zeitstempel mit der Serveruhr verglich. Die beiden Uhren gingen 7 Sekunden auseinander, die errechnete Ausfüllzeit wurde dadurch negativ, und negative Werte galten als Bot-Indiz. Das Skript antwortete dem Absender trotzdem mit "status: erfolg" und verwarf die Nachricht im Hintergrund.
Zwei Testnachrichten sind auf diesem Weg verschwunden, bevor der Fehler auffiel. Die Korrektur misst die Ausfüllzeit jetzt vollständig im Browser und meldet ehrlich zurück, welche der beiden Mails (Benachrichtigung an die Agentur, Bestätigung an den Absender) tatsächlich rausgegangen ist, statt pauschal Erfolg zu melden.
Die Lehre daraus gilt über dieses Projekt hinaus: Eine Spam-Abwehr, die sich im Zweifel für "erfolgreich" entscheidet, verliert echte Anfragen, ohne dass es jemand bemerkt. Deshalb prüfen wir bei jedem Formular, ob eine falsch-positive Bot-Erkennung überhaupt auffallen würde.
Vor dem Umstieg
Was die Suchdaten schon vorher zeigten
Ein Export aus der Google Search Console vom 07.08.2026 (30 Tage bis 05.08.2026) zeigt die Ausgangslage kurz vor dem Umstieg: 91 Klicks bei 8.608 Impressionen, eine CTR von 1,06 Prozent und eine durchschnittliche Position von 11,77 in Deutschland.
Auffällig war die Verteilung: Die Preisseite allein holte 67 der 91 Klicks und 4.984 der 8.608 Impressionen bei Position 14,16, also 74 Prozent aller Klicks auf einer einzigen Unterseite. Die stärksten Suchanfragen waren fast durchgehend preisgetrieben, etwa "schimmel gutachter kosten" und "was kostet ein schimmelgutachten".
Dieses Muster hat den Aufbau der neuen Seite mitbestimmt: Preise bekommen einen eigenen, prominenten Navigationspunkt statt in einer Unterseite versteckt zu sein, denn genau danach sucht die Mehrheit der Interessenten zuerst.
Der Umstieg in Zahlen
Diese Fallstudie kommt bewusst ohne Vorher-Nachher-Vergleich bei Google aus. Der Umstieg liegt erst wenige Tage zurück, für eine seriöse Aussage zu Rankings ist das zu früh, frühestens Mitte September 2026 lässt sich das erstmals belastbar vergleichen. Messbar ist heute die technische Reduktion und die dokumentierte Ausgangslage bei Google vor dem Umstieg.
Vorher-Zahlen zum alten Seitengewicht ließen sich nicht mehr rekonstruieren (das Backup enthält PHP und Datenbank, keine gerenderten Seiten). Die GSC-Werte stammen aus dem Export vom 07.08.2026 für den Zeitraum 07.07. bis 05.08.2026, also vor dem Umstieg am 10.08.2026.
Häufige Fragen zum Projekt Schimmelpilzgutachter.com
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